der 25. öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am Montag, den 19.
Mai 2003 im Sitzungszimmer des Gemeindeamtes Bezau.
Beginn: 20.00 Uhr
Ende: 24.00 Uhr
Anwesende: Bgm. Anna Franz, Vbgm. Georg Fröwis, die Gemeinderäte
Hansjakob Fröwis und Jakob Rüscher, sowie die Gemeindevertreter Mag. Andreas
Kappaurer (ab 20.10 Uhr), Christian Meusburger, Günter Feldkircher,
Gottfried Winkel, Peter Greber, Gerhard Hager, Ing. Albert Kaufmann,
Christoph Moosbrugger, Ing. Georg Manser, Alwin Denz und Franz Josef Natter,
sowie die Ersatzmitglieder Hubert Natter und Peter Bischof.
Entschuldigt: Dr. Gebhard Hubalek und Konrad Eberle
Schriftführer: Lorenz Moosbrugger
Tagesordnung:
1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2. Rechnungsabschluss 2002
3. Vergabe der Darlehen für
Projekt „Wasser-, Kanalisierung und Straße" von Ellenbogen bis zur Kirche
Neubau HAK
4. Antrag auf Umwidmung
Felder Nicole GST 930/8
Josef Dietrich GST 634 und 637 (Teilflächen)
Irmgard Krüger GST 464/1 (Teilfläche)
5. Errichtung eines Busbahnhofes – Baubeschluss
6. Werkraum Bregenzerwald, Ansuchen um Förderung
7. Berichte
8. Genehmigung der Niederschrift der 24. Sitzung der Gemeindevertretung
9. Ansuchen um Abstandsnachsicht von Steurer Wolfgang, Platz, und
Isabella und Alois Bischofberger, Greben
10. Antrag auf Zuschuss für die Bestuhlung in den Bezauer
Wirtschaftsschulen
11. Allfälliges
Beschlussfassungen:
1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
Die Bürgermeisterin begrüßt die Gemeindevertreter und die anwesenden
ZuhörerInnen. Sie stellt die ordnungsgemäße Einberufung und die
Beschlussfähigkeit fest, gibt die Entschuldigungen bekannt und eröffnet die
25. Sitzung der Gemeindevertretung.
Anschließend stellt sie den Antrag, die Tagesordnung um folgende Punkte
zu ergänzen:
TOP 9: Ansuchen um Abstandsnachsicht von Wolfgang Steurer, Platz, sowie
von Isabella und Alois Bischofberger, Greben;
TOP 10: Antrag auf Zuschuss für die Bestuhlung in den Bezauer
Wirtschaftsschulen;
Weiters stellt sie den Antrag, den Tagesordnungspunkt der nichtöffentlichen
Sitzung abzusetzen, da zwischenzeitlich eine interne Vereinbarung zwischen
ihr und Vbgm. Georg Fröwis bezüglich seiner Entschädigung getroffen wurde.
Diese Anträge werden mit 16:0 Stimmen angenommen.
2. Rechnungsabschluss 2002
Die Vorsitzende stellt fest, dass der Rechnungsabschluss 2002 allen
Gemeindevertretern rechtzeitig übermittelt wurde.
Die Überprüfung des Rechnungsabschlusses für das Haushaltsjahr 2002 durch
den Prüfungsausschuss gem. § 52 des Gemeindegesetzes fand am 29. April 2003
statt. Eine Aufstellung über die größeren Abweichungen gegenüber dem
Voranschlag mit entsprechender Begründung wurde dem Rechnungsabschluss
beigelegt. Diese Positionen werden von der Vorsitzenden erläutert. Für
Auskünfte steht Gemeindekassier Josef Schneider zur Verfügung.
Der Rechnungsabschluss 2002 schließt mit Einnahmen und Ausgaben in der Höhe
von Euro 7.923.538,31 ab. Der ausgewiesene Überschuss 2002 in Höhe von Euro
525.365,56 soll der Haushaltsrücklage zugeführt werden.
Anschließend ruft die Vorsitzende die einzelnen Gruppen auf und stellt sie
zur Diskussion
Gruppe 0 – Vertretungskörper und allgemeine Verwaltung
Einnahmen: Euro 39.088,27
Ausgaben: Euro 312.408,21
Gruppe 1 – Öffentliche Ordnung und Sicherheit
Einnahmen: Euro 51.787,65
Ausgaben: Euro 60.990,14
Gruppe 2 – Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft
Einnahmen: Euro 298.274,61
Ausgaben: Euro 429.949,08
Gruppe 3 – Kunst, Kultur und Kultus
Einnahmen: Euro 52,252,73
Ausgaben: Euro 142.183,15
Gruppe 4 – Soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung
Einnahmen: Euro 135.842,13
Ausgaben: Euro 314.221,28
Gruppe 5 – Gesundheit
Einnahmen: Euro 4.457,70
Ausgaben: Euro 124.465,65
Gruppe 6 – Straßen- und Wasserbau, Verkehr
Einnahmen: Euro 69.382,19
Ausgaben: Euro 317.069,62
Gruppe 7 – Wirtschaftsförderung
Einnahmen: Euro 6.177,57
Ausgaben: Euro 396.597,95
Wortmeldungen: Hansjakob Fröwis, Alwin Denz, Gottfried Winkel zum
Rechnungsabschluss des Tourismusvereines: es sollte darauf geachtet werden,
dass möglichst wenig Körperschaftssteuer bezahlt werden muss; diese würde
nicht anfallen, wenn die Abrechnung über die Gemeinde statt über den Verein
erfolgen würde, Georg Fröwis (dafür kann der Verein mehr Vorsteuer geltend
machen als dies bei der Gemeinde der Fall wäre), Franz Josef Natter;
Gruppe 8 – Dienstleistungen
Einnahmen: Euro 5.312.669,88
Ausgaben: Euro 5.214.580,12
Wortmeldungen: Hansjakob Fröwis
Gruppe 9 – Finanzwirtschaft
Einnahmen: Euro 1.952.605,58
Ausgaben: Euro 611.073,11
Schuldendienst:
Der Gesamtschuldenstand vergrößerte sich von Euro 3.993.277,24 am Beginn
des Haushaltsjahres um Euro 2.218.425,64 auf Euro 6.211.702,88 am Ende des
Jahres. Die Verschuldung ohne das Bundes-HAK-Darlehen beträgt Euro
2.038,254,99.
Gottfried Winkel ist der Meinung, dass die Berechnung der
Pro-Kopf-Verschuldung, wie sie vom Prüfungsausschuss vorgenommen wurde,
nicht zulässig ist, weil die vom Gesamtschuldenstand zu ermitteln ist, und
nicht vom Gesamtschuldenstand abzüglich der HAK-Darlehen. Die
Pro-Kopf-Verschuldung beträgt somit nicht Euro 1.083,03, sondern Euro
3.300,59. Durch den Abzug dieser HAK-Darlehen wird das Ergebnis nur
beschönigt, weil die Gemeinde die Schulden in voller Höhe hat.
Anschließend wird der Prüfbericht, welcher den Gemeindevertretern bereits
zugestellt wurde, von Anna Franz kurz erläutert.
Gerhard Hager nimmt zur Ermittlung der Pro-Kopf-Verschuldung Stellung und
erklärt, dass ihm hier ein Fehler unterlaufen ist.
Bgm. Anna Franz stellt den Antrag, der Empfehlung des Prüfungsausschusses
zu entsprechen und den Gemeindekassier zu entlasten und den Überschuss in
Höhe von Euro 525.365,56 an die Haushaltsausgleichsrücklage zuzuführen.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
Anschließend stellt die Vorsitzende den Antrag, den Rechnungsabschluss 2002
in der vorliegenden Form zu genehmigen.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
Die Vorsitzende bedankt sich beim Kassier Josef Schneider für die
ordentliche Führung der Geschäfte sowie beim Prüfungsausschuss für die
geleistete Arbeit.
3. Vergabe der Darlehen
für Projekt Wasser-, Kanalsanierung und Straße" von Ellenbogen bis zur
Kirche, sowie den Neubau HAK
Die Marktgemeinde Bezau muss für den Neubau der HAK ein weiteres
Darlehen aufnehmen. Auch für die Finanzierung des Projektes „Wasser-,
Kanalsanierung und Straße" im Bereich Ellenbogen bis zur Kirche wird
ebenfalls ein Darlehen aufgenommen. Beide Darlehensaufnahmen wurden
ausgeschrieben, es sind jeweils von 6 Bankinstituten Angebot eingereicht
worden. Die Marktgemeinde Bezau hat den Gemeindeverband ersucht, die
eingelangten Angebote zu prüfen und für die beiden Darlehensaufnahmen
entsprechende Vergabevorschläge auszuarbeiten.
Die Stellungnahme des Gemeindeverbandes liegt vor und wird von der
Vorsitzenden erläutert. Es sind auch die aufsichtsbehördlichen Anforderungen
angeführt. Von der Aufsichtsbehörde wird in Absprache mit dem Vlbg.
Gemeindeverband die Genehmigung von Fremdwährungsdarlehen an bestimmte
Vorgaben geknüpft, mit denen sichergestellt werden soll, dass das mit der
Aufnahme von Fremdwährungsdarlehen verbundene Risiko minimiert wird. Diese
Vorgaben sehen vor, dass
– der Stand der gesamten Fremdwährungsdarlehen 50 % des
Gesamtdarlehensstandes einschließlich der GIG’s und weiterer rechtlich
selbständiger Gemeindeunternehmen nicht überschreiten soll;
- die Gemeinde von der Bank die Möglichkeit eingeräumt erhalten soll,
jederzeit ein Devisentermin- bzw. –optionsgeschäft abschließen zu können;
- die Gemeinde für ein wirkungsvolles Schuldenmanagement zu sorgen und dabei
insbesondere die Entwicklung des Fremdwährungskurses und des Zinssatzes zu
beobachten hat;
- eine Konvertierungsmöglichkeit in Euro zu jedem Zinsfälligkeitstermin
gesichert sein muss;
- die Gemeinde laufend (monatlich) entsprechende Ermittlungen anstellt, ab
welcher Höhe des Fremdwährungskurses eine Konvertierung in ein Euro-Darlehen
zweckmäßig ist;
- das Einsparungspotenzial durch das Fremdwährungsdarlehen gegenüber dem
Eurodarlehen laufend ermittelt wird.
Da von einzelnen Banken für die beiden Darlehensausschreibungen
unterschiedliche Zinssätze angeboten wurden und überhaupt zu den beiden
Darlehensausschreibungen unterschiedliche Banken angeboten haben, sind vom
Gemeindeverband gesonderte Darlehensspiegel pro Vorhaben erstellt worden.
Diese werden den Gemeindevertretern mittels Folie zur Kenntnis gebracht.
Seitens des Vlbg. Gemeindeverbandes wird der Marktgemeinde Bezau auf Grund
der Beschränkung der Fremdwährungsdarlehen mit 50 % des
Gesamtdarlehensstandes empfohlen, die Darlehensaufnahme für den HAK-Neubau
(Euro 2,5 Mio.) als CHF-Fremdwährungsdarlehen und die Darlehensaufnahme für
die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen als variables Euro-Darlehen,
jeweils bei der Bestbieterin Bank Austria zu tätigen.
In der anschließenden Diskussion melden sich folgende Gemeindevertreter zu
Wort:
Hansjakob Fröwis, Gerhard Hager, Christian Meusburger und Gottfried Winkel.
Anschließend stellt Bgm. Anna Franz den Antrag, dem Vergabevorschlag des
Gemeindeverbandes zu entsprechen und das Darlehen für die Sanierung der
Kanal- und Wasserleitungen in Höhe von Euro 1.800.000,00 als variables
Euro-Darlehen zum derzeitigen Zinssatz von 2,496 % an die Bestbieterin Bank
Austria zu vergeben.
Dieser Antrag wird mit 15 : 0 Stimmen angenommen.
Weiters stellt Bgm. Anna Franz den Antrag, das HAK-Darlehen in Höhe von Euro
2.500.000,00 als CHF-Fremdwährungsdarlehen zum Zinssatz von derzeit 0,473 %
an die Bestbieterin Bank Austria zu vergeben.
Dieser Antrag wird mit 15 : 0 Stimmen angenommen.
(Günter Feldkircher und Georg Fröwis haben bei beiden Abstimmungen wegen
Befangenheit das Sitzungszimmer verlassen).
4. Antrag auf Umwidmung
Bgm. Anna Franz entschuldigt sich, dass die Umwidmungen nicht im
Flächenwidmungsausschuss behandelt wurden. Beim Grundstück 930/8 handelt es
sich bereits um Bauerwartungsfläche, die Umwidmung von Dietrich Josef wurde
schon einmal behandelt, und der Antrag von Irmgard Krüger ist erst vor
kurzem eingelangt, sodass es nicht mehr möglich war, einen Termin für eine
Sitzung zu fixieren.
Dietrich Josef, Gst 634 und 637 (Teilflächen)
Josef Dietrich hat den Antrag gestellt, eine Teilfläche von Gst 634
und 637 im Ausmaß von ca. 250 m² von Freifläche Landwirtschaft in
Bauwohngebiet umzuwidmen. Er möchte in diesem Bereich eine
Gemeinschaftsgarage errichten.
Die Vorsitzende berichtet, dass bereits Vorgespräche mit dem Geologen, dem
Naturschutz und mit der Raumplanungsstelle geführt wurden. Die
Rodungsbewilligung wurde von der BH bereits erteilt, vom Geologen wurden
verschiedene Auflagen gemacht. Die Zufahrt erfolgt über einen Privatweg, die
Zustimmung liegt ebenfalls vor. Die Bauverhandlung hat bereits
stattgefunden.
Folgende Gemeindevertreter melden sich zu Wort: Christoph Moosbrugger,
Hansjakob Fröwis.
Die Vorsitzende stellt den Antrag, die Fläche, welche für die Errichtung
der Garage benötigt wird (ca. 250 m²), lt. Vorschlag der Raumplanungsstelle
von Freifläche Landwirtschaft in Sondergebiet Garage umzuwidmen.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
Felder Nicole, Gst. 930/8
Das Grundstück 930/8 ist bereits als Bauerwartungsfläche gewidmet. Frau
Nicole Felder hat nun den Antrag gestellt, das Grundstück in Baumischgebiet
umzuwidmen. Voraussetzung für eine Umwidmung ist eine rechtlich gesicherte
Zufahrt, welche gegeben ist.
Folgende Gemeindevertreter melden sich zu Wort: Gottfried Winkel, Gerhard
Hager, Albert Kaufmann, Hansjakob Fröwis.
Bgm. Anna Franz stellt den Antrag, das Gst. 930/8 von Bauerwartungsfläche
in Baumischgebiet umzuwidmen.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
Krüger Irmgard, Gst. 464/1 (Teilfläche)
Frau Irmgard Krüger möchte auf dem Gst. 464/1 ein Wohnhaus
errichten, ein Bauplan wurde bereits eingereicht. Sie stellt daher den
Antrag, eine Teilfläche im Ausmaß von ca. 750 m² von Freifläche
Landwirtschaft in Baufläche umzuwidmen. Laut Rücksprache mit Herrn Günter
Schwarz von der Raumplanungsstelle ist die Umwidmung durchaus zu vertreten.
In der anschließenden Diskussion melden sich folgende Gemeindevertreter zu
Wort: Jakob Rüscher, Hansjakob Fröwis, Franz Josef Natter, Christoph
Moosbrugger, Gottfried Winkel, Gerhard Hager und Hubert Natter.
Abschließend stellt Bgm. Anna Franz den Antrag, die beantragte Teilfläche
von Gst. 464/1 im Ausmaß von ca. 750 m² von Freifläche Landwirtschaft in
Baumischgebiet umzuwidmen.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
5. Errichtung eines Busbahnhofes – Baubeschluss
Der Entwurf für den Busbahnhof wurde der Gemeindevertretung in der
letzten Sitzung bereits vorgestellt. Die Vergabe der Planungsarbeiten und
der Bauleitung wurde im Gemeindevorstand beschlossen. Es geht nun darum,
einen Baubeschluss für die Errichtung des Busbahnhofes zu fassen.
Mit der Errichtung soll erst dann begonnen werden, wenn das Gebäude für den
Sutterlüty-Markt erstellt wurde.
Bgm. Anna Franz hat getrennte Kostenschätzungen für den Unterbau
(Bodenplatte bzw. Fundament) und das Flugdach angefordert. Grund dafür ist,
dass die REGIO generell keine Förderung für den Unterbau gewährt, sondern
nur für den Aufbau (Buswartehäuschen oder Ähnliches).
Der vorliegende Plan wurde im Zuge des Bauverfahrens für den
Sutterlüty-Markt mitgeprüft, vor allem auch in Bezug auf die
verkehrstechnische Situation, und es wurde festgestellt, dass für die
Errichtung eines Flugdaches keine Baubewilligung nach dem Baugesetz
erforderlich ist.
Das Honorarangebot von DI Hermann Kaufmann ist mittlerweile eingelangt.
Grundlage für das Honorar sind die tatsächlichen Herstellungskosten, welche
bisher noch nicht genau bekannt sind. Es konnte noch ein Nachlass in Höhe
von 10 % ausverhandelt werden.
Anschließend erläutert die Vorsitzende den vorliegenden Plan.
Folgende Gemeindevertreter melden sich zu Wort: Christian Meusburger,
Gerhard Hager, Gottfried Winkel, Peter Greber, Günter Feldkircher, Hansjakob
Fröwis, Franz Josef Natter, Georg Manser, Hubert Natter, Andreas Kappaurer,
Jakob Rüscher, Albert Kaufmann und Georg Fröwis.
In mehreren Wortmeldungen wird die Förderung seitens der REGIO angesprochen.
Bgm. Anna Franz wird sich für eine solche einsetzen. Es ist nicht
einsichtig, warum andere Gemeinden Förderung erhalten und die Marktgemeinde
Bezau nicht. Es gibt verschiedene Argumente, die für eine Förderung seitens
der REGIO sprechen. Weiters berichtet die Vorsitzende, dass der Unterbau im
Zuge des Straßen- und Kanalprojektes erstellt werden soll und somit
kostengünstig auch in diesem Projekt abgerechnet wird.
Abschließend stellt Bgm. Anna Franz den Antrag, einen Grundsatzbeschluss
zu fassen, den Busbahnhof in der vorliegenden Form zu realisieren.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
6. Werkraum Bregenzerwald, Ansuchen um Förderung
Der Werkraum Bregenzerwald wurde im Jahr 1999 gegründet. Damals wurde
unter anderem ein Antrag an die Gemeinden gestellt, dem Verein 3 Jahre lang
einen Förderbeitrag als Starthilfe zu gewähren. Nach Ablauf dieser 3 Jahre
sollte der Verein ohne Förderungen auskommen.
Mittlerweile liegt erneut ein Antrag an die Gemeinden vor, den Verein
weiterhin finanziell zu unterstützen. Laut dem vorliegenden
Beitragsschlüssel für die Gemeinden sollte die Marktgemeinde Bezau im Jahr
2003 einen Förderbeitrag in Höhe von Euro 2.032,83 gewähren.
In der anschließenden Diskussion melden sich folgende Gemeindevertreter zu
Wort:
Gottfried Winkel: Er hat das Gefühl, dass mit dem Geld nicht sparsam
umgegangen wird. Er stellt daher den Antrag, die Hälfte des angeführten
Betrages zu bewilligen. Der Verein muss versuchen, finanziell auf eigene
Beine zu kommen.
Weitere Wortmeldungen: Albert Kaufmann, Günter Feldkircher, Christian
Meusburger, Georg Fröwis, Alwin Denz, Andreas Kappaurer, Franz Josef Natter
und Georg Manser.
In verschiedenen Wortmeldungen kommt zum Ausdruck, dass die Arbeit des
Werkraumes Bregenzerwald geschätzt wird und zum Teil gute Projekte
durchgeführt wurden. Die Initiative ist jedoch in der Bevölkerung, vor allem
auch bei den Handwerksbetrieben nicht ganz unumstritten. Es werden vor allem
einige wenige Branchen gefördert, die breite Basis wird nur wenig
miteinbezogen.
Bgm. Anna Franz weist darauf hin, dass anlässlich der Handwerksausstellung
im letzten Jahr dem Werkraum das Vinzenzheim kostenlos zur Verfügung
gestellt wurde. Die Aufräumarbeiten ließen allerdings sehr zu wünschen
übrig.
Mittlerweile liegt auch eine Anfrage vom Werkraum vor, das Vinzenzheim für
eine permanente Ausstellung zu nützen. Die Miete sollte gratis sein, die
Betriebskosten würden bezahlt. Für die Gebäudesubstanz wäre es gut, wenn das
Objekt genützt würde, allerdings kann keine langfristige Mietvereinbarung
eingegangen werden. Diese Entscheidung muss jedoch nicht heute getroffen
werden.
Abschließend stellt Georg Manser den Antrag, den Förderbeitrag lt. dem
vorliegenden Beitragsschlüssel in Höhe von Euro 2.032,83 zu gewähren. Es
soll jedoch ein Betrag in Höhe von Euro 1.000,00 für die Betriebskosten
während der Handwerksausstellung, sowie die Reinigung und
Aufräumungsarbeiten, welche von der Gemeinde vorgenommen werden mussten, in
Abzug gebracht werden. Die Gewährung der Förderung erfolgt unter der
Bedingung, dass bei zukünftigen Aktivitäten des Werkraum Bregenzerwald die
breite Basis der Handwerksbetriebe miteinbezogen und berücksichtigt wird.
Es liegen somit 2 Anträge vor. Es wird vereinbart, über den Antrag von Georg
Manser abzustimmen. Dieser wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
7. Berichte
– Broschüre „Aufgabenorientierter Finanzausgleich";
- Dringlichkeitsbeschluss gem. § 60 GG für die Vergabe der Randsteine;
- Land hat Kreuzungsumbau L 200 ausgeschrieben;
- Ausschreibungen der Gemeinde für Straßenlampen inkl. Anschluss und
Schaltschrank, sowie für Kanalprüfungsarbeiten;
- 3. Juni – Bauverhandlung Sutterlüty-Markt und Kopfgebäude;
- Gehaltsreform für Gemeindebedienstete;
- versch. Sitzungen zum Thema Straßengestaltung;
- HAK: Umzug, Tag der offenen Tür;
- Umzug Polytechnische Schule in die Hauptschule in Vorbereitung;
- Sitzung des Umweltausschusses;
- Unterschriftenaktion – Ansuchen um Aufhebung des Fahrverbotes Wilbinger –
Schwimmbad (war im Verkehrskonzept während der Bauarbeiten im Zentrum
bereits enthalten);
- Förderzusage für Sanierungsarbeiten: Abwasser 20 %, Wasserversorgung 21 %;
- Ausstellung von den Hauptschulen und Polytechnischen Schulen des
Bregenzerwaldes im Impulszentrum in Egg;
- Präsentation Messeauftritt 2004;
- „Jugend und Alkohol im Bregenzerwald" – Veranstaltung am 21. Mai in
Andelsbuch;
- Verleihung Sportehrenzeichen an Egon Bereuter;
- Gründung der Güterweggenossenschaft Bezau-Halden;
- Ankauf eines Kreuzweges von Zita Strobl, Anbringung im Sozialzentrum;
- 10 Jahr OJB;
- Buchpräsentation „Eine neue Tradition" von Ernst Hiesmayr;
- Verleihung Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg an Martin Mennel;
- Veranstaltung zum Thema Ehrenamt;
- E-Mail von Eurosolar Austria – Bezau österreichweit an 2. Stelle in der
Solarbundesliga;
- Informationen aus der REGIO;
- öffentliche Präsentation „Regionale Entwicklungsstudie Bregenzerwald –
Raumkultur und Tourismus";
- Außerordentliche Vollversammlung des Tourismusverbandes Bregenzerwald;
- Nächtigungsstatistik;
- JHV Verein Bregenzerwaldbahn Museumsbahn;
- JHV Kaufmannschaft Bezau;
- JHV Güterweggenossenschaft Bezau – Feggspitz;
- JHV Kneippverein Bezau Bizau Reuthe;
- JHV Bauernbund Bezau;
- Vollversammlung der Jagdgenossenschaft Bezau;
- JHV Kameradschaftsbund Bezau;
- Präsentation Gewässerbetreuungskonzept Bezau im Umweltinstitut;
- Schiwettkämpfe der Vlbg. Gemeindemandatare – Gratulation an die
Teilnehmer;
- JHV Schützengilde Bezau;
- Mitgliederversammlung Wälderversicherung;
8. Genehmigung der Niederschrift der 24. Sitzung der
Gemeindevertretung
Gottfried Winkel stellt fest, dass es unter TOP 7. heißt: „Es wurde vor
einigen Jahren vereinbart, im Gemeindeblatt keine Namen der
Gemeindevertreter anzuführen". Dies wurde lt. Gottfried Winkel nicht
vereinbart, sondern in der Praxis so gehandhabt.
Weiters bemängelt er, dass unter TOP 8. angeführt ist: „Es wird daher
vorgeschlagen, die Wassergebühren zu erhöhen und die Kanalgebühren im selben
Ausmaß zu reduzieren." Nachdem dieser Vorschlag von ihm gemacht wurde,
stellt er den Antrag, den Satz wie folgt abzuändern: „Gottfried Winkel macht
den Vorschlag, die Wassergebühren zu erhöhen und die Kanalgebühren im selben
Ausmaß zu reduzieren."
Die Niederschrift wird mit dieser Abänderung einstimmig genehmigt.
9. Ansuchen um Abstandsnachsicht
Steurer Wolfgang, Platz 52
Wolfgang Steurer beabsichtigt die Errichtung eines Carport auf dem Gst.
.47. Laut Lageplan beträgt der Abstand zur Gemeindestraße Gst. 3015 nur noch
70 cm, der gesetzliche Mindestabstand würde 2 m betragen.
Der Bauausschuss empfiehlt, die beantragte Bauabstandsnachsicht zu erteilen.
Jakob Rüscher teilt mit, dass früher in diesem Bereich eine Werkstatt war.
Durch die Errichtung des Carport kommt es zu keiner Sichtbehinderung. Die
Engstellen der Straße sind im Bereich des „Turm" und im Bereich bei Günther
Fröwis, weil diese Objekte direkt an der Straße sind.
Gerhard Hager vertritt die Meinung, dass es sich hier um einen gefährlichen
Straßenabschnitt handelt und schlägt vor, dass sich Günther Fröwis und
Wolfgang Steurer um eine gemeinsame Lösung bemühen sollten.
Bgm. Anna Franz stellt den Antrag, die Bauabstandsnachsicht zu genehmigen,
wobei der Abstand des Objektes von der Straße an der engsten Stelle
mindestens 70 cm betragen muss.
Dieser Antrag wird mit 15 : 2 Stimmen (Gerhard Hager und Christian
Meusburger) angenommen.
Isabella und Alois Bischofberger, Greben 438
Isabella und Alois Bischofberger wollen ebenfalls ein Carport auf Gst.
1347/1 und 1348 errichten.
Laut Lageplan beträgt der Abstand zur Gemeindestraße Gst. 3056/1 nur noch 40
cm. Zudem gibt es in diesem Bereich keine kommissionierten Grenzen. Der
Bauausschuss schlägt vor, dass die Grundstücksgrenzen zuerst vermessen
werden müssen und dann ein Abstand von 1 m eingehalten werden muss.
Folgende Gemeindevertreter melden sich zu Wort: Franz Josef Natter, Jakob
Rüscher, Günter Feldkircher und Gottfried Winkel.
Bgm. Anna Franz stellt den Antrag, einer Abstandsnachsicht zuzustimmen,
wenn die Grundstücksgrenzen neu vermessen werden und dann 1 m Abstand zur
Grundstücksgrenze Gst. 3056/1 eingehalten wird.
Dieser Antrag mit 16 : 1 Stimmen (Franz Josef Natter) angenommen.
10. Antrag auf Zuschuss für die Bestuhlung in den Bezauer
Wirtschaftsschulen
Dieser Punkt wurde bereits bei der Erstellung des Voranschlages
besprochen. Mittlerweile ist nun ein Ansuchen eingelangt, welches von der
Vorsitzenden verlesen wird.
Bgm. Anna Franz stellt anschließend den Antrag, einen Zuschuss in Höhe
von Euro 15.000,00 für die Bestuhlung in den Bezauer Wirtschaftsschulen an
den Verband der Freunde und Förderer der Bundeslehranstalt Bezau zu
gewähren.
Dieser Antrag wird mit 17 : 0 Stimmen angenommen.
11. Allfälliges
11.1
Gottfried Winkel erkundigt sich, wer für die Beschilderung im
Zusammenhang mit den Bauarbeiten zuständig ist. Er ist der Meinung, dass
diese sehr mangelhaft ist und verbessert werden müsste.
Bgm. Anna Franz weist darauf hin, dass diese in Absprache mit der Bauleitung
und dem Gendarmerieposten vorgenommen wurde. Die Gendarmerie hat auch
bestätigt, dass die Verkehrszeichen ordnungsgemäß angebracht wurden.
Gottfried Winkel macht weiters darauf aufmerksam, dass es zuwenig
Informationen bezüglich der Abwicklung des öffentlichen Verkehrs gibt.
11.2.
Christoph Moosbrugger erkundigt sich, ob es schon einen Termin für den
Kreuzungsumbau L 200 gibt. Die Vorsitzende ist der Meinung, dass dies eher
Herbst werden wird.
Christoph Moosbrugger regt an, das Bankett entlang der Straße vom Wilbinger
zum Café Natter neuerlich aufzuschütten, damit der Asphaltrand nicht
beschädigt wird.
11.3.
Gottfried Winkel erkundigt sich über die Kosten der Schneeräumung im
Zeitraum vom 10. – 28. Februar 2003. Er möchte bis zur nächsten Sitzung eine
Aufstellung über Maschinen- und Personalstunden.
11.4.
Christian Meusburger möchte wissen, ob die Heizleitung Richtung Taube
verlängert wird. Jakob Rüscher berichtet, dass derzeit Kostenberechnungen
angestellt werden, und dann eine Zusammenkunft mit den Interessenten
stattfinden wird.
Christian ist weiters der Meinung, man sollte sich bereits jetzt Gedanken
über die Platzgestaltung Dorfplatz machen, falls dort eine Leitungsverlegung
erfolgt. Bgm. Anna Franz teilt mit, dass im Bereich Dorfplatz
voraussichtlich keine Leitungen verlegt werden müssen.
11.5
Georg Fröwis vertritt die Meinung, dass beim Vinzenzheim ein Anschluss
an die Heizleitung erstellt werden sollte. Bei einer eventuellen Vermietung
wären dann keine Grabarbeiten mehr notwendig.
11.6
Gottfried Winkel hat erfahren, dass das Loipengerät an Kurt Zoller
verkauft wurde. Er fragt sich, was man sich dabei gedacht hat. Somit ist die
Gemeinde wieder abhängig von Kurt Zoller. Bgm. Anna Franz berichtet, dass
Kurt Zoller den Auftrag hat, die Loipe ordnungsgemäß zu präparieren.
11.7.
Gottfried Winkel erkundigt sich über den Grundankauf von Astrid
Wohlgenannt im Bereich Bahnhofsareal. Georg Fröwis teilt mit, dass Astrid
Wohlgenannt und die Firma Sutterlüty derzeit gemeinsam eine Vereinbarung
ausarbeiten.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr eintreffen, bedankt sich Bgm.
Anna Franz für die konstruktive Mitarbeit und schließt die Sitzung.
Der Schriftführer: Lorenz Moosbrugger
Die Bürgermeisterin: Anna Franz
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